Bis zu 400.000 neue Aktien will der Projektierer von Photovoltaik- und Windkraftanlagen an institutionelle Anleger ausgeben. Bei einer Vollplatzierung erhält ABO Wind einen Bruttoerlös von mehr als 6,8 Millionen Euro.

Der Vorstand der ABO Wind AG hat am Montag unter Zustimmung des Aufsichtsrates eine Kapitalerhöhung beschlossen. Demnach sollen in den kommenden Tagen unter Ausschluss des Bezugsrechts neue Aktien emittiert und ausgewählten Investoren zum Preis von 17,10 Euro je Stück angeboten werden.  Für gut zwei Drittel gebe es bereits Übernahmeerklärungen von Fonds. Bei einer Vollplatzierung der neuen Aktien könnte ABO Wind einen Bruttoerlös von mehr als 6,8 Millionen Euro erhalten.

Mit dem gestärkten Eigenkapital will das Wiesbadener Unternehmen seine Position im Projektgeschäft stärker. Nachdem es lange auf Windparks fokussiert war, hat ABO Wind in den vergangenen Jahren sein Photovoltaik-Geschäft auf- und kontinuierlich ausgebaut. Aktuell würden in 16 Ländern auf vier Kontinenten Photovoltaik- und Windparks mit einer Leistung von mehr als zehn Gigawatt entwickelt oder umgesetzt.

„Der zu erwartende Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung erweitert unsere Möglichkeiten und stärkt unsere Aktivitäten in den 16 Ländern“, sagt Vorstand Jochen Ahn. Die Finanzkraft sei oft ein entscheidender Vorteil bei der Projektentwicklung. „Viele Gespräche mit institutionellen Investoren haben uns gezeigt, dass der Kapitalmarkt das Potenzial der erneuerbaren Energien und unseres Unternehmens erkannt hat. Daher haben wir uns kurzfristig zu dieser Kapitalerhöhung entschlossen, um so unsere Marktposition und Finanzkraft weiter zu stärken“, so Ahn weiter. Um die Handelbarkeit der ABO Wind-Aktie zu verbessern, strebe das Unternehmen noch für das erste Quartal dieses Jahres eine Einbeziehung in den Xetra-Handel an.

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