Die Wasserstoff-Anlage soll in der erweiterten Ausbaustufe über eine Elektrolysekapazität von 2 Megawatt, ein eigenes Wasserstoff-Speichersystem, eine Brennstoffzelle mit 100 Kilowatt elektrischer Leistung und ein 115-Kilowatt-Wasserstoff-Blockheizkraftwerk sowie einen Batteriespeicher mit 1 Megawattstunde Kapazität verfügen. Der Wasserstoff soll zu 100 Prozent aus Windkraft und Photovoltaik erzeugt werden.

Nicht alle Baustellen stehen wegen der Corona-Pandemie still. Am Donnerstag erreichte die APEX Energy Teterow GmbH einen Meilenstein auf dem Weg zum geplanten Wasserstoff-Kraftwerk in Mecklenburg-Vorpommern. Sie nahm ein Blockheizkraftwerk mit 115 Kilowatt in Betrieb. Es sei das Herzstück des im Bau befindlichen, netzgekoppelten Wasserstoff-Kraftwerks mit einer Elektrolyseleistung von zwei Megawatt. Deren Eröffnung sei für den 12. Juni geplant und solle trotz Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie gelingen, hieß es vom Unternehmen.

Das Wasserstoff-Kraftwerk entsteht unweit des Flughafens Rostock-Laage. Dort befindet sich das Wasserstoffzentrum Norddeutschland von APEX Energy, wie es weiter hieß. Mit der Inbetriebnahme des 2-Megawatt-Wasserstoff-Kraftwerks soll der komplette Standort mit CO2-neutraler Energie versorgt werden. Neben dem Wasserstoff-Blockheizkraftwerk soll das Kraftwerk bis Juni noch um eine Brennstoffzelle mit 100 Kilowatt elektrischer Leistung und einen Batteriespeicher mit 1 Megawattstunde Kapazität erweitert werden. Eine Wasserstofftankstelle rundet das Anlagenkonzept ab, wie es weiter hieß.

Auf Nachfrage von pv magazine erklärte Peter Sponholz, CTO von APEX, dass zur Erzeugung des Wasserstoff 100 Prozent erneuerbare Energien, genauer Photovoltaik-Anlagen und Windparks, genutzt werden sollen. „Bei einer optimalen Auslastung werden wir bis zu 300 Tonnen an Wasserstoff pro Jahr produzieren“, erklärte er. Genaue Kosten für die Erzeugung des grünen Wasserstoffs könnten noch nicht beziffern werden. „Diese Anlage und dieses Projekt sollen dazu beitragen, einen wirtschaftlichen Betrieb solcher Energiesysteme zu unterstreichen“, sagte Sponholz weiter. Neben dem Standort von APEX Energy solle der grüne Wasserstoff auch für die Versorgung des gesamten Gewerbegebiets sowie für Mobilitätsprojekte in den angrenzenden Landkreisen genutzt werden.

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