Die Bundesregierung hält weiter an einer Gutschein-Lösung fest und zieht auch eine nationale Lösung in Betracht. Das machte Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Regierung, am Montagnachmittag während einer Pressekonferenz deutlich.

Zuvor hatte er sich mit den Tourismusministern der EU-Mitgliedstaaten sowie Mitgliedern der EU-Kommission ausgetauscht. „Uns ist es wichtig, dass wir uns mit Europa abstimmen”, sagte Bareiß. Er habe dies in der Ministerkonferenz noch einmal verdeutlicht und hoffe, dass nun Bewegung in die Sache komme. „Notfalls werden wir einen Rahmen für eine nationale Lösung finden.” Diese müsse Sicherheit für die Verbraucher bieten und rechtssicher sein.

Darüber hinaus hatte Bareiß wenig Konkretes zu verkünden. Wann ein Tourismus über die Grenzen hinweg zu den engen Nachbarn möglich, könne nicht vorhergesagt werden. Man müsse die nächsten zwei Wochen abwarten und beobachten, wie sich die Infektionsketten in Deutschland entwickelten.

Er hoffe, so Bareiß, dass es schnell weitere Lockerungen geben werde. „Ob in diesem Jahr auf Mallorca oder in Griechenland Urlaub gemacht werden kann, kann derzeit niemand sagen.”

Bareiß schätzt, dass im Sommer Urlaub eher regional stattfinden werde. „Deutschland bietet genügend schöne Ziele.” Dazu brauche man jedoch klare Sicherheitskriterien. Gewisse Standards für Hotels würden bereits entwickelt. So sollen keine Frühstückbuffets mehr angeboten und die Gäste am Tisch bedient werden. In Mecklenburg-Vorpommern sollen bald wieder Ferienhäuser und -wohnungen buchbar sein.

Auch für einen Neustart der Tourismusbereiche in der EU sei es nun an der Zeit, gemeinsame Strategien zu entwickeln. Der Tourismus sei welt- und europaweit zum Stillstand gekommen. Die Lage sei nicht nur in Deutschland dramatisch. Und die Not werde von Tag zu Tag größer – auch in Deutschland.

Daher plädierte Bareiß einmal mehr für eine Gutschein-Lösung. Mit dieser würde den Veranstaltern Sicherheit geboten, die Liquidität bliebe erhalten. „Wichtig ist uns aber eine Einigkeit mit der Europäischen Union.” (uf)

 

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