Das operative Ergebnis steigt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut 24 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro. Das ist vor allem auf die guten Geschäfte mit den erneuerbaren Energien zurückzuführen, meldet EnBW.

Trotz der Corona-Pandemie blickt EnBW auf ein starkes erstes Halbjahr 2020 zurück. Der Versorger erzielte bei einem Umsatz von 9,73 Milliarden Euro ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 1,59 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von gut 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der wichtigste Grund dafür ist die positive Entwicklung im Geschäftsfeld Erneuerbare Energien. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 5,3 Prozent auf 23.685. Die Ergebnisprognose für das gesamte Geschäftsjahr 2020 lässt EnBW aktuell unverändert bei einer Spanne von 2,75 bis 2,9 Milliarden Euro, 13 bis 19 Prozent mehr als im Vorjahr.

Allerdings ist das Konzernergebnis im ersten Halbjahr um gut 35 Prozent auf 184,2 Millionen Euro zurückgegangen. Grund dafür sei das gesunkene Finanzergebnis, das von der Marktbewertung der Wertpapierbestände geprägt sei.

Im Geschäft mit den Erneuerbaren konnte EnBW sein operatives Ergebnis im ersten Halbjahr auf 426 Millionen Euro verdoppeln. Als Gründe dafür nennt der Versorger vor allem die Inbetriebnahme der beiden Offshore-Windparks EnBW Hohe See und EnBW Albatros. Darüber hinaus trugen das französische Wind- und Solarunternehmen Valeco sowie bessere Windverhältnisse bei den Offshore- und Onshore-Windparks zu der positiven Ergebnisentwicklung bei. Die Prognose für das Gesamtjahr bleibt stabil: EnBW erartet in diesem Geschäftsfeld ein Ergebnis zwischen 825 und 925 Millionen Euro.

Im Segment Netze erzielte EnBW mit 745 Millionen Euro ein nahezu gleiches Ergebnis wie im Vorjahr. Einerseits konnte das Unternehmen höhere Erlöse aus der Nutzung der Strom- und der Gastransportnetze erzielen, insbesondere aufgrund gestiegener Investitionen in die Versorgungssicherheit und -zuverlässigkeit der Netze. Andererseits sind die Erlöse aus der Nutzung der Gasverteilnetze witterungsbedingt zurückgegangen. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bleibt stabil bei einem erwarteten operativen Ergebnis zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden Euro.

Im Bereich Erzeugung und Handel erzielte der Versorger im ersten Halbjahr ein operatives Ergebnis von 395 Millionen Euro, ein Plus von 39 Prozent. Im Vertrieb wuchs das Ergebnis um zehn Prozent auf 136 Millionen Euro.

Die Gesamtinvestitionen des EnBW-Konzerns lagen mit rund 802 Millionen Euro im ersten Halbjahr um rund 48 Prozent unter den ersten sechs Monaten des Vorjahres (1.546 Mio. Euro). Im Wesentlichen ist dies auf den Erwerb des französischen Unternehmens Valeco sowie Telekommunikationsunternehmens Plusnet im ersten Halbjahr 2019 zurückzuführen. Von den gesamten Bruttoinvestitionen entfielen rund 76 Prozent auf Wachstumsprojekte, in erster Linie in den Bereichen Netze und Erneuerbare Energien. Investitionsschwerpunkte im ersten Halbjahr 2020 waren unter anderem die Fertigstellung der Offshore-Windparks Hohe See und Albatros sowie der Netzausbau und Erneuerungen im Verteilnetz.

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