Bis zu sechs Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen jährlich sollen mit den Bündnissen aus Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe eingespart werden. 350 neue Netzwerke sollen in den nächsten fünf Jahren entstehen, um die Themen Energieeffizienz und Klimaschutz gemeinsam voranzutreiben.

„Die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke ist ein Erfolg und deshalb werden wir sie weiter fortsetzen und ausbauen“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) anlässlich der Verlängerung der Initiative. Knapp fünf Millionen Tonnen CO2 hätten die Netzwerke bereits bis Mitte 2020 eingespart. Nun soll die Initiative, die auch vom Bundesumweltministerium sowie Verbänden und Organisationen der Wirtschaft unterstützt wird, weiterentwickelt werden. Bis Ende 2025 sollen demnach 350 neue Netzwerke entstehen, die bis zu sechs Millionen Tonnen CO2 jährlich einsparen helfen. Es sei geplant, dass Klimaschutzaspekte in den Netzwerken künftig eine größere Rolle spielen. „Der Erfolg der ersten Phase zeigt, wie viel Innovationskraft entsteht, wenn die Wirtschaft Energieeffizienz und Energiewende freiwillig voranbringt. Dem wollen wir noch mehr Raum geben, deshalb haben wir entschieden, die Initiative fortzusetzen und bewusst das Thema Klimaschutz stärker zu adressieren“, so Altmaier weiter.

Die Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke bestehen aus jeweils 8 bis 15 Unternehmen, die aus den Bereichen Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe kommen. Jedes legt individuelle Maßnahmen und Einsparziele fest. Dazu erfolgt der Erfahrungsaustausch mit den Netzwerkpartnern, wobei sie sich ein gemeinsames Ziel setzen. Alle Partner profitieren vom Know-how-Transfer hinsichtlich besonders effizienter Technologien, neuer Konzepte oder Fördermöglichkeiten, wie die Ministerien mitteilten.

„Mit den Netzwerken haben wir in den vergangen fünf Jahren ein Instrument aufgebaut, von dem Umwelt und Unternehmen gleichermaßen profitieren. Die heute unterzeichnete Vereinbarung initiiert bis zu 350 weitere Netzwerke. Das ist ein großer Schritt für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der deutschen Wirtschaft“, erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) dazu. Die über 30 Träger aus Wirtschaftsverbänden und regionalen Kooperationspartnern haben zugesagt, die Verbreitung der Netzwerke bei den Unternehmen zu fördern. Regionale Ansprechpartner und Koordinatoren sowie ein jährliches Monitoring der Erfolge der Netzwerke sollen zusätzlich bereitgestellt werden.

Die Energieffizienz-Netzwerke gehen auf den Nationalen Aktionsplan Energieffizienz (NAPE) aus dem Jahr 2014 zurück. Dieser war Teil des Aktionsplans Klimaschutz 2020. Ursprünglich sollten bis 2020 insgesamt 500 Netzwerke entstehen. Wenngleich diese Zahl mit 278 Zusammenschlüssen nicht erreicht wurde, so seien die Netzwerke dennoch erfolgreicher als erwartet gewesen, heißt es von den Ministerien. Bis Ende 2020 werden es voraussichtlich bereits 295 Netzwerke sein, die sich gemeinsam um Energieeffizienz und Klimaschutz kümmern werden. Damit dürfte dann bereits das CO2-Einsparziel von fünf Millionen Tonnen erreicht werden, wie aus den Berechnungen des begleitenden Monitorings hervorgeht.

„Der Erfolg der Initiative mit über 2200 an den Netzwerken beteiligten Unternehmen kann sich sehen lassen. Und die Rückmeldungen aus den Netzwerken zeigen uns, dass die Teilnehmer sehr vom Erfahrungsaustausch profitieren“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Die erweiterte Ausrichtung der Initiative auch auf den Klimaschutz ist eine wichtige Entscheidung. Klimaschutz wird für die Unternehmen immer mehr zum Wettbewerbs- und Standortfaktor.“ Der Verband will die Netzwerke vor allem bei den Themen Sektorkopplung und erneuerbare Energien unterstützen, die große Bedeutung für die Senkung der CO2-Emissionen hätten. Nach Angaben des BDEW hat sich die Initiative auch zum Ziel gesetzt, bis 2025 mindestens neun Terawattstunden Endenergie einzusparen.

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