Das Projekt kombiniert das Schwungradspeichersystem von S4 Energy mit Batteriespeichern von Leclanché. Es soll in den Niederlanden neun Megawatt präqualifizierte Leistung für Tennet liefern.

Im Auftrag des Energiemanagement-Anbieters S4 Ancillary Services im holländischen Almelo haben Leclanché und S4 Energy jetzt ein gemeinsames Energiespeicherprojekt umgesetzt. Dabei handelt es sich um die Erweiterung eines früheren Pilotsystems, das Lithium-Ionen-Batterien von Leclanché mit Schwungradspeichern von S4 Energy kombiniert.

Wie Leclanché am Montag erläuterte, besteht der Hybridspeicher aus einem Batteriesystem des Unternehmens mit 8,8 Megawatt Leistung und sechs Kinext-Schwungradspeichern von S4 Energy mit 3 Megawatt Leistung. Zusammen soll das System demnach 9 Megawatt präqualifizierte Leistung zur Unterstützung der Frequenzstabilisierung für den lokalen Übertragungsnetzbetreiber Tennet liefern. Laut Leclanché reduzieren die schnell reagierenden Schwungräder den Energiedurchsatz und die Ladezyklen der Lithium-Ionen-Batterien. Das soll zu einem besseren Nutzungsprofil und einer längeren Lebensdauer des Systems führen.

S4 Energie ist ein Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden, das sich auf chemische, elektrolytische und kinetische Speichertechniken spezialisiert hat. Auch Leclanché gilt als ausgewiesener Speicherspezialist. Das Unternehmen aus der Westschweiz hat sich kürzlich mit der polnischen Cleantech-Holding Eneris Group zusammengeschlossen, um seine Produktionskapazitäten deutlich zu erweitern. Geplant sind unter anderem zwei Produktions-Joint-Venture: eines in Deutschland für die Produktion von Zellen und das andere in der Schweiz und in Polen für die Montage von Modulen. Ein drittes wird für Frankreich erwogen.

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