Fast 99 Prozent der Bezugsrechte wurden ausgeübt und damit hat Meyer Burger 165 Millionen Schweizer Franken erlöst. Damit ist die Voraussetzung für den Aufbau der Zell- und Modulproduktion in Deutschland erfüllt, die im ersten Halbjahr 2021 starten soll.

Nach Angaben der Meyer Burger Technology AG sind 98,9 Prozent der Bezugsrechte während der Frist für die ordentliche Kapitalerhöhung ausgeübt worden. Sie waren sowohl den bestehenden Aktionären als auch am Markt angeboten worden. Aus dieser Bezugsrechtsemission ergab sich ein Bruttoerlös von 115 Millionen Schweizer Franken, wie es weiter hieß. Bereits im Vorfeld hatten private Investoren die Zeichnung von rund 30 Prozent der neu auszugebenden Aktien zugesichert, was Meyer Burger weitere 50 Millionen Schweizer Franken an Erlös bringt. Insgesamt fließen dem Schweizer Unternehmen damit 165 Millionen Schweizer Franken als Bruttoerlös zu.

Damit ist der Weg frei, um die Neuausrichtung zu vollziehen. Meyer Burger will sich von einem Anlagenbauer zu einem Zell- und Modulhersteller wandeln. In Bitterfeld soll eine Produktion für Heterojunction-Solarzellen mit einer Jahreskapazität von 400 Megawatt aufgebaut werden. Am ehemaligen Solarworld-Standort im sächsischen Freiberg wird die Modulproduktion entstehen. Sie soll ebenfalls zunächst eine Jahreskapazität von 400 Megawatt haben, perspektivisch bis 2026 allerdings auf 5 Gigawatt ausgebaut werden. Meyer Burger plant, die Produktionen im ersten Halbjahr 2021 zu starten.

Potenzielle Kunden aus Europa und den USA hätten bereits Absichtserklärungen zum Kauf von Modulen mit einem Volumen von mehr als zwei Gigawatt jährlich abgegeben. Zunächst wolle sich Meyer Burger auf das preislich attraktivere Dachanlagen-Segment konzentrieren. Der Verwaltungsrat rechnet damit, dass bereits mit dem anfänglichen Produktionsvolumen das Unternehmen wieder in die operative Gewinnzone zurückgeführt werden kann.

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