Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 22. Juli. Das Unternehmen will damit 165 Millionen Schweizer Franken erlösen, die es für den Wandel vom Anlagenbauer zum Modul- und Zellhersteller benötigt.

Die Meyer Burger Technology AG hat am Dienstag ihren Emissions- und Kotierungsprospekt für die geplante ordentliche Kapitalerhöhung veröffentlicht. Es wird ein Bruttoerlös von 165 Millionen Schweizer Franken angestrebt, mindestens 150 Millionen Schweizer Franken müssen jedoch erzielt werden, damit die Kapitalerhöhung wirksam wird, wie das Schweizer Unternehmen erklärte. Die Bezugsfrist für die neuen Aktien beginne am heutigen Dienstag und ende am 22. Juli, 12 Uhr mittags. Die Kotierung und der erste Handelstag für die neuen Aktien sei für den 29. Juli vorgesehen, wenn Meyer Burger die Kapitalerhöhung wie erwartet am 28. Juli formell vollziehen kann.

In der vergangenen Woche hatten die Aktionäre auf einer außerordentlichen Generalversammlung der Kapitalerhöhung mit großer Mehrheit zugestimmt. Sie soll den Weg ebnen, damit sich Meyer Burger von einem Maschinen- und Anlagenbauer zu einem Zell- und Modulhersteller wandeln kann. Vor wenigen Tagen veröffentlichte das Unternehmen seine geplanten Produktionsstandorte. So sollen die Heterojunction-Zellen, für die Meyer Burger bisher ausschließlich das Equipment herstellte, künftig am ehemaligen Standort von Sovello in Bitterfeld-Wolfen hergestellt werden. Die hocheffizienten Module sollen in der ehemaligen Solarworld-Fabrik im sächsischen Freiberg vom Band laufen. Beide Produktionen sollen möglichst im ersten Halbjahr 2021 mit einer Jahreskapazität von 400 Megawatt starten.

„Mit der Transformation des Geschäftsmodels von einem Maschinenanbieter zu einem Hersteller von Solarzellen und -modulen plant die Gesellschaft die Wertschöpfungskette signifikant auszuweiten, um nachhaltig profitabel zu werden“, heißt es zur Begründung des Schrittes. Im Zuge des Wandels will Meyer Burger seine Heterojunction/Smartwire-Technologie (SWCT) auch nur noch für eigene Zwecke nutzen und nicht mehr an Kunden ausliefern. Das Geschäft mit Standardequipment und das Servicegeschäft werde allerdings unverändert weitergeführt.

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