Der Schweizer Technologiekonzern will seine Herstellung in Deutschland ab Mitte 2020 im sächsischen Hohenstein-Ernstthal konzentrieren. Rund 60 Mitarbeiter sind von der Werksschließung betroffen, doch die Wafer-Inspektions-Produkte will Meyer Burger auch künftig anbieten.

Die Meyer Burger Technology AG will bis Mitte 2020 die Produktion am deutschen Standort Zülpich komplett einstellen. Dort fertigt das Schweizer Unternehmen bislang optische Mess- und Prüftechniken für die industrielle Fertigung unter der Marke „Hennecke“ her. Diese sollen künftig am deutschen Hauptstandort in Hohenstein-Ernstthal herstellt werden, teilte Meyer Burger am Mittwoch mit. Von der Stilllegung sind etwa 60 Mitarbeiter betroffen, denen auf Basis der gesetzlichen Rahmenbedingungen sozialverträgliche Lösungen angeboten werden sollen. Meyer Burger rechnet mit Restrukturierungskosten von rund sieben Millionen Schweizer Franken, die 2019 als Rückstellung in die Bilanz genommen werden. Im kommenden Jahr will sich die Schließung dann nochmals auf den Cashflow auswirken.

„Wir sind stolz auf unser marktführendes Wafer-Inspektions-Produkt und werden es weiter anspruchsvollen Kunden anbieten. Doch sind Volumen und Margen in den letzten Monaten stark gefallen“, begründete Hans Brändle, CEO Meyer Burger, die Entscheidung. Die Entscheidung habe sich das Unternehmen nicht leicht gemacht. „Meyer Burger muss sich aber im Zuge der geplanten Anpassung des Geschäftsmodells und als Folge der unattraktiven Margen im Photovoltaik-Standardgeschäft, speziell im chinesischen Markt, und nach Prüfung verschiedener strategischer Optionen zu diesem einschneidenden Schritt entschließen. Die weitere Konzentration unserer Produktion in Hohenstein-Ernstthal ermöglicht weitere Effizienzgewinne und steigert unsere Wettbewerbsfähigkeit“, so Brändle weiter.

Powered by WPeMatico