Der Vertriebschef von TUI Deutschland, Hubert Kluske, begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung zugunsten einer Gutschein-Lösung. Sie sei „wirklich notwendig“, denn der Staat könne in der aktuellen Lösung nicht für alles aufkommen. Es gehe vielmehr darum, die Situation gemeinsam zu meistern und eine Branchenlösung zu finden, mit der alle leben können: Veranstalter, Airlines, Reisebüros und auch „die meisten Endkunden“, so Kluske im Gespräch mit touristik aktuell. 

Er kündigt gleichzeitig an, dass Provisionsrückzahlungen, die am kommenden Wochenende fällig seien, nicht eingefordert werden. „Dieser Entschluss stand bereits, bevor wir von der Entscheidung der Regierung erfuhren. Er bestätigt uns in unserem Vorgehen“, so der TUI-Manager.

Für Reisebüros, von denen einige der Gutscheinlösung skeptisch gegenüber stehen, könnte die Entscheidung der Bundesregierung positive Folgen haben. Zwar müssen sie den Kunden künftig vermutlich erklären, warum sie ihr Geld nur in so genannten Härtefällen zurückerhalten – ansonsten aber nur einen Voucher erhalten. Aber bereits gezahlte Provisionen sind ihnen vorerst sicher.

Mehr noch: Je nach Ausgestaltung der Gutscheinlösung könnten Veranstalter, die gewöhnlich erst bei Reisebeginn die Provision überweisen, zur sofortigen Zahlung verpflichtet werden.
 

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