Der Reisekonzern TUI hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 saisonbedingt rote Zahlen geschrieben. Für das Sommergeschäft ist man aber optimistisch: Nach der Insolvenz von Thomas Cook rechnet TUI-Chef Fritz Joussen mit einem kräftigen Anstieg der Reiseverkäufe: „Der Reisemarkt in Deutschland und Großbritannien wird voraussichtlich schrumpfen, aber wir werden Marktanteile gewinnen“, sagte er anlässlich der heutigen Vorlage der Quartalszahlen vor der Hauptversammlung.

Im Veranstaltergeschäft liegen die Buchungen für die Sommersaison um 14 Prozent über Vorjahr, die Preise durchschnittlich um drei Prozent höher.

Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet Joussen mit einem hohen einstelligen Umsatzplus. Das bereinigte Ergebnis soll zwischen 850 Millionen und 1,05 Milliarden Euro liegen. Im Vorjahr waren es 893 Millionen Euro.

Dass das Ergebnis nicht höher ausfällt, liegt am anhaltenden Flugverbot des Mittelstreckenjets Boeing 737 Max. TUI geht von einer zusätzlichen Belastung von 220 bis 245 Millionen Euro aus. „Wir erwarten in diesem Geschäftsjahr keine Auslieferung der MAX-Jets mehr“, sagte Joussen.

Powered by WPeMatico